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Was sind lateinische Sprachen?

 Lateinische Sprachen, auch romanische Sprachen genannt, sind eine Sprachfamilie, deren gemeinsamer Ursprung das Latein ist. Zur Familie der lateinischen Sprachen zählen etwa 15 Sprachen, die sich nach dem Untergang des römischen Reiches im 5. Jahrhundert v. Chr. entwickelten. Die Sprachen weisen Gemeinsamkeiten in Grammatik und Wortschatz auf. 


Entstehung der lateinischen Sprachen

Vor rund 2500 Jahren wurde die lateinische Sprache nur von den Bewohnern Latiums im westlichen Mittelitalien gesprochen. Mit der Zeit breitete sich Latein jedoch über ganz Europa aus und wurde schließlich die offizielle Landessprache im Römischen Reich. Als das Reich zerbrach, entwickelten sich aus der lateinischen Alltagssprache, dem sogenannten Vulgärlatein, verschiedene neue Sprachen: die romanische Sprachfamilie.

Die romanische Sprachfamilie

Auf vier Kontinenten sprechen rund 700 Millionen Muttersprachler eine von 15 romanischen Sprachen. Die am meisten gesprochenen Sprachen sind Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch und Rumänisch. Weitere Sprachen, die das Vulgärlatein als Ursprung haben, finden Sie in unserer Liste der romanischen Sprachen. 

Diese lateinischen Sprachen gibt es

Zu den romanischen Standardsprachen gehören: 

  • Spanisch 
  • Portugiesisch 
  • Französisch 
  • Italienisch 
  • Rumänisch 
  • Katalanisch 
  • Venetisch 
  • Galicisch 
  • Okzitanisch 
  • Sardisch 
  • Asturisch 
  • Furlanisch 
  • Bündnerromanisch 
  • Ladinisch 
  • Aragonesisch 

Gemeinsamkeiten der romanischen Sprachen

Die Sprachen lateinischen Ursprungs weisen viele grammatische Ähnlichkeiten auf. Auch verwenden sie für alltägliche Dinge und Tätigkeiten häufig nur leicht voneinander abweichende Wörter. Der ähnliche Wortschatz der lateinischen Sprachen zeigt sich zum Beispiel in den Zahlwörtern. 

Spanische Zahlen

Uno, dos, tres, cuatro, cinco, seis, siete, ocho, nueve, diez 

Italienische Zahlen

Uno, due, tre, quattro, cinque, sei, siette, otto, nove, dieci 

Französische Zahlen

Un, deux, trois, quatre, cinq, six , sept, huit, neuf, dix 

Die lateinische Sprache

Latein selbst zählt nicht zu den romanischen Sprachen, sondern gilt nur als ihr Ursprung. Wegen seiner großen Bedeutung für die sprachliche und kulturelle Entwicklung Europas wird Latein in Deutschland, Österreich und der Schweiz an vielen Schulen und Universitäten gelehrt. 

FAQ: Weitere Fragen zu Lateinische Sprachen

Woher kommt die lateinische Sprache?

Zunächst war Latein ein Dialekt, der in der Region Latium und im Zentrum Italiens gesprochen wurde. Mit dem wachsenden Einfluss des Römischen Reiches verbreitete sich die Sprache schließlich in den durch die Römer verwalteten Gebieten. Diese Ausbreitung erreichte um 200 n. Chr. Ihren Höhepunkt.

Welche sind die lateinischen Sprachen?

Zu den meistgesprochenen lateinischen Sprachen gehören Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch, Rumänisch.

Welche Sprachen leiten sich vom Lateinischen ab?

Die sogenannten romanischen Sprachen entspringen aus dem Lateinischen, besser gesagt aus dem sogenannten Vulgärlatein. Zur Familie der lateinischen Sprachen gehören Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch und Rumänisch.

Welche Sprache ist dem Latein am ähnlichsten?

Das Sardische, ein Dialekt aus Sardinien, ist dem Latein laut Sprachwissenschaftlern am ähnlichsten. Die französische Sprache hingegen weist die größten Unterschiede zum Latein auf.

Ist Deutsch eine lateinische Sprache?

Nein, Deutsch gehört zu den westgermanischen Sprachen. Doch auch in nichtromanischen Sprachen wie Deutsch oder Englisch ist die lateinische Sprache präsent, vor allem im Bereich der Wissenschaft.

Muss ich Latein können, um eine romanische Sprache zu lernen?

Nein, selbstverständlich können Sie jede Sprache unabhängig von anderen Sprachen lernen. Wer jedoch Latein als Mutter der romanischen Sprachen beherrscht, profitiert gewiss von seinem Wortschatz.