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Was ist ein Übersetzer?

Ein Übersetzer ist eine Person, die schriftlich fixierte Texte von einer Sprache in eine andere Sprache überträgt. Ein professioneller Übersetzer verfügt über ein ausgeprägtes Gespür für die Ausgangssprache und die Zielsprache, das er beispielsweise dafür einsetzt, Romane, Sachbücher, Pressemitteilungen, Präsentationen und Urkunden zu übersetzen.


Der Beruf des Übersetzers

Ein Übersetzer erleichtert die geschriebene Verständigung zwischen Geschäftspartnern, Vertragsparteien und Interessengruppen. Dabei reicht es nicht, die Texte einfach Wort für Wort in eine andere Sprache zu übertragen. Vielmehr müssen auch sprachliche Bilder, Redewendungen und Mehrdeutigkeiten mit ihrem Sinn übertragen werden. Neben einem breiten Wortschatz und einschlägigen Fremdsprach-Kenntnissen wird bei diesem Berufsbild des Übersetzers daher auch ein umfangreiches Wissen über die hinter beiden Sprachen stehenden Kulturen vorausgesetzt.

Typische Tätigkeitsfelder von Übersetzern

Übersetzer haben einen vielseitigen Beruf, der in den unterschiedlichsten Branchen gefragt ist, wie in Politik, Wirtschaft und dem Verlagswesen. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Kategorien: den literarischen Übersetzungen und den technischen Übersetzungen. Beide erfordern umfangreiche Fremdsprach-Kenntnisse und können jeweils in weitere Unterkategorien gegliedert werden.

Literaturübersetzer

Literaturübersetzer übertragen Werke, die einem breiten Publikum zugänglich sind, darunter wissenschaftliche Texte, Belletristik, Sachbücher, Comics, Hörspiele oder Filme. Ziel der literarischen Übersetzung ist es, eine ästhetische Form von Unterhaltung zu bieten, weshalb diese Form ein hohes Maß an Sprachgewandtheit erfordert.

Technische Übersetzungen

Technische Übersetzer widmen sich der schriftlichen Übersetzung von technischen Dokumenten, worunter beispielsweise Gebrauchsanleitungen, Handbücher und Testberichte fallen. Diese Texte sind nicht dazu da, Leser zu unterhalten, sondern ihnen einen informativen Mehrwert zu bieten. An besonderen Fähigkeiten ist bei der technischen Übersetzung vor allem der adäquate Gebrauch von Fachbegriffen wichtig.

Der Unterschied zwischen Dolmetscher und Übersetzer

Häufig werden die Begriffe Übersetzer und Dolmetscher synonym verwendet. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um zwei verschiedene Berufe. Dolmetscher übersetzen Gespräche sinngemäß in Echtzeit und direkt vor Ort. Sie müssen spontan reagieren und haben keine Zeit, sich intensiv mit dem Ausgangstext auseinanderzusetzen. Übersetzer widmen sich schriftlichen Texten und müssen bei der Übersetzung etwas genauer vorgehen. Ihnen bleibt wesentlich mehr Zeit für die Recherche und die Suche nach Formulierungen.

So kann man Übersetzer werden

An den Beruf des Übersetzers ist kein vorgeschriebener Werdegang gekoppelt, da Übersetzer in Deutschland keine offiziell anerkannte Berufsbezeichnung ist. Wer als professioneller Übersetzer arbeiten möchte, sollte idealerweise eine der folgenden Ausbildungen absolvieren: In einigen Bundesländern kann man eine staatliche Prüfung für Übersetzer/Dolmetscher ablegen. Das Handwerk des Übersetzers kann auch im Rahmen verschiedenster sprachwissenschaftlicher Bachelor- und Masterstudiengänge erlernt werden. Für Tätigkeiten im Wirtschaftssektor können angehende Übersetzer sich auch vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) prüfen lassen.

FAQ: Weitere Fragen zu Übersetzer

Was ist der Unterschied zwischen einem Dolmetscher und einem Übersetzer?

Während der Dolmetscher das gesprochene Wort sinngemäß und in Echtzeit mündlich in eine andere Sprache überträgt, arbeitet der Übersetzer schriftlich und kann sich mehr Zeit nehmen, um sich mit dem Ausgangstext auseinanderzusetzen.

Wo kann man als Übersetzer arbeiten?

Die meisten Übersetzer sind freiberuflich tätig und arbeiten entweder für Übersetzungsbüros oder direkt für den Endkunden. In manchen Großkonzernen sind auch angestellte Übersetzer anzutreffen, was aber eher der Ausnahmefall ist. Manche Übersetzer entscheiden sich im Laufe ihrer Karriere auch dafür, als Projektmanager zu arbeiten, um als Bindeglied zwischen Übersetzer und Kunden zu agieren.

Was macht man als Übersetzer?

Ein Übersetzer überträgt Texte von einer Ausgangssprache in eine andere Sprache. Dafür analysiert er zunächst die einzelnen Passagen, um anschließend die Text-Aussagen korrekt zu übertragen.

Wie wird man Übersetzer?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Übersetzer zu werden. In verschiedenen Teilen Deutschlands kann man eine staatliche Prüfung zum Übersetzer ablegen, auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) bietet entsprechende Prüfungen an. Besonders begehrt auf dem Arbeitsmarkt sind Absolventen der Sprachwissenschaften in Bachelor oder Master, da sie über umfangreiche Fähigkeiten verfügen, die es für diesen Beruf braucht.

Wie viel verdient man als Übersetzer?

Das Einstiegsgehalt eines Übersetzers liegt im Schnitt bei 2.000 Euro brutto im Monat. Je nach Qualifikation und Arbeitgeber kann der Verdienst nach oben oder unten abweichen. Überdurchschnittlich hoch liegt das Gehalt im öffentlichen Dienst, hier werden 4.800 Euro brutto gezahlt.

Wie sieht die Zukunft für das Berufsbild des Übersetzers aus?

Im Zuge der Globalisierung haben sich insbesondere für Übersetzer viele neue Möglichkeiten ergeben, weshalb dieses Berufsfeld in einer glücklichen Ausgangslage ist. Verfügen Sie über die nötigen Qualifikationen, so können Sie zwischen den verschiedensten Branchen wählen. Maschinelle Übersetzungen wie Google Translator oder DeepL sind noch nicht ausgereift genug, um den Menschen zu ersetzen.